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Hot Summer Night – festgehalten auf Video von Andi
Endlich gefunden! Eine leistbare und leichte Lampe zur Lenker- und Helmmontage (noch dazu “Made in Germany”). Hier ein kurzer Bericht:
Vorgeschichte: Nachdem es im Sommer sehr angenehm ist, abends Biken zu gehen und es im Winter unheimlich viel Spass macht, diverse Rodelbahnen ungestört in der Nacht zu befahren, wird das Thema “welche Lampe” schon seit einigen Jahren im Freundeskreis heiß diskutiert. Begonnen hat es bei mir mit einer Bastellösung samt schwerem Bleiakku. Gefolgt von div. Sigma Produkten, die allesamt nicht sehr hell gewesen sind und wo man nie wusste, wie lange der Akku noch durchhält. Am Ende bin ich bei den Fenix Taschenlampen angelangt. Eigentlich ok aber es könnte ruhig ein bisschen mehr Licht sein. Eines vorweg, ein Freund von Apothekerpreisen war ich nie, daher ist Lupine für mich von Anfang an nicht in Frage gekommen.
Erster Kontakt: Nach all den Lampenexperimenten bin ich über zwei Freunde auf MyTinySun aufmerksam geworden. Irgendwie war mir das Unternehmen sympatisch. Aus meiner Sicht versucht da jemand den Markt mit Produkten zu beleben, die günstiger sind als jene Produkte von den “Apothekern” und qualitativ hochwertiger ausgeführt sind, als die Importware von “DealExtreme” aus Asien. Der erste Kontakt mit dem Geschäftsführer von MyTinySun, Herrn Harald Ambrusch, war überaus positiv. Jemand, der sich auch am Wochenende Zeit nimmt diverse e-mails zu beantworten und auf die Fragen genau eingeht. Wenn der Support auch so toll ist, dann freut sich der Kunde.
Das Paket ist da: Ich musste nicht lange warten, MyTinySun versendet unmittelbar nach Geldeingang, also keine Geduldsprobe wie bei div. anderen Einkäufen. Der praktische Koffer, der gut geschützt in dem Versandkarton zum Vorschein kam, ist angenehm leicht. Welch eine Freude, der im Koffer befindliche Akku ist klein und leicht.
Die PRO 900 Leuchte: Bietet alles was ich wollte, d.h. viel Licht (SSC P7 LED mit 900 Lumen) 4 Helligkeitsstufen (25, 50, 75 und 100%) sowie ein zweiter PRO Betriebsmodus (mit 40 und 112% Leistung), schaltbar über einen leichtgängigen Taster auf der Lampenrückseite, die Akkukapazität wird dabei kurz durch Blinken des Hauptlichtes signalisiert (bei einer Helmmontage ist also keine lästige Helmabnahme nötig, um die Kapazität feststellen zu können), ein Notlichtmodus, der sich automatisch aktiviert, sobald die Akkukapazität auf 25% gesunken ist (somit ist es nicht plötzlich finster wie bei div. anderen Produkten), geringes Gewicht von Lampe und Akku, Spritzwasserschutz, “Aus-Funktion” (d.h. bei angeschlossenem Akku wird kein Strom entnommen) – das alles bei einem wirklich vernünftigen Preis und einem verlässlichen Ansprechpartner in Deutschland.
Helmmontage (Akku im Rucksack): Ist von mir bevorzugt, weil dadurch ist das Licht immer dort, wo man hinschaut. Die Helmhalterung und das Verlängerungskabel sind inkludiert, somit kann der Akku in den Rucksack wandern. An das Kabel gewöhnt man sich schnell, gut verlegt ist es absolut nicht störend. Die Helmhalterung ist rasch montiert, was mich hier allerdings stört ist das Klettband, welches sich gerne mit dem Helmpolster “vereinigt”. Es ist zwar kein Trost aber Lupine macht es auch nicht besser. Mein Vorschlag wäre sich bei sich bei den “GoPro” Helmkameras eine Inspiration in Bezug auf die Befestigung zu holen. Falls jemand Bedenken hätte, die Lampe am Helm zu montieren, dies ist vom Gewicht her wahrnehmbar aber keinesfalls störend.
Lenkermontage (Akku am Rahmen): Dank verschiedener mitgelieferter O-Ringe (für div. Lenkerdurchmesser) lässt sich die Lampe in Sekundenschnelle am Lenker fixieren. Durch den Gummi auf der Unterseite der Halterung kann nichts verrutschen. Ich habe den Lenker an der Stelle, wo die Lampe fixiert wird, mit einem Tape umwickelt. Das erhöht noch zusätzlich die Reibung zwischen dem Halterungsgummi und dem Lenker. Für den nötigen Anpressdruck sorgt der O-Ring, es bleibt also keine Halterung am Lenker zurück und man benötigt auch kein Werkzeug. Der Akku lässt sich dank Klettverschluss leicht im Rahmendreieck beim Steuerrohr oder unter dem Vorbau befestigen. Ich verwende zusätzlich noch eine Unterlage aus Gummi (ist im Lieferumfang enthalten). Wer will kann den Akku mit dem zusätzlichen Klettband oder mit einem Spanngurt fixieren, falls die Abfahrt besonders ruppig sein sollte.
In der Praxis: Hat sich gezeigt, dass eine zweite Lampe als Ergänzung optimal wäre, wenn man “lichthungrig” ist. Meine Empfehlung: Eine Lampe mit 16° Reflektor am Helm und die zweite Lampe, ausgestattet mit einem 25° Reflektor, am Lenker. Im Schnee ist eine Lampe mehr als ausreichend! Für schnelle Fahrten empfehle ich den schmalen 16° Reflektor und für langsame Sportaktivitäten ist der 25° Reflektor optimal. Der Akku hat die Lampe bis jetzt immer bis zum Ende der Touren mit Energie versorgt, auch bei weniger als Minus 10°C. Das Umschalten zwischen den Helligkeitsstufen funktioniert einwandfrei per Taste an der Lampenrückseite. Einzig verwirrend ist, dass das “Positionslicht” (also die Taste zum Durchschalten an der Lampenrückseite) im Betrieb Rot leuchtet (Blau wäre neutral, Rot bedeutet für mich automatisch, dass der Akku ist bald leer ist, was bei der PRO Version ausnahmsweise nicht der Fall ist). Die Tatsache, dass der Kapazitätszustand durch kurzes Blinken des Hauptlichtes (1x [25%] bis 4x [100% Kapazität]) signalisiert wird und dass es beim Durchschalten keine Dunkelphasen gibt, sind sehr äußerst hilfreiche Features. Ebenso, dass die Elektronik beim Erreichen geringer Akkukapazität die Helligkeit automatisch verringert und alle höheren Helligkeitsstufen blockiert.
FAZIT: Ich kann eine absolute Kaufempfehlung für MyTinySun aussprechen. Viel Licht, schnelle und sichere Montagemöglichkeiten, ein kleiner und leichter Akku mit langer Laufzeit, zahlreiche sinnvolle Schaltfeatures und ein vorbildlicher Support (falls man einmal etwas benötigt), werten das Produkt auf.
www.mytinysun.de
MyTinySun – Videoanleitung (hinzugefügt im Sept. 2010)
Update Nov. 2010: Mittlerweile gibt es ein erweitertes Produktsortiment mit günstigen Einstiegsmodellen (ab 129 Euro) und High-End Leuchten. Das PRO 900 Modell in der Open Light Edtition schneidet mit der Note “SUPER” im bike Magazin 11/2010 ab und erhält den bike Preis/Leistungs Tipp!